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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2016, 23:01 
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Die Mimik des Korinthers verriet viel, was sich hinter seiner Stirn tat, denn die weit aufgerissenen Augen und wie sich sein Mund verzog war einzigartig und sehr bered.

Doch was er sagte, gerade am Schluss, war...
Er hatte etwas geschafft, wie es vielleicht bisher niemanden - oder zumindest sehr lange nicht mehr jemandem - gelungen war:
Earianne war verwirrt.
Und zwar nicht ob eines Inhaltes, sondern eher...

Sie hatte alles andere gehört und dazu sicherlich auch was sagen können.
Seit dem Sommerfeldzug war vieles geschehen. So viel Schreckliches.
Aber das war irgendwie absurd.
War das ein Zeichen dafür, dass das Schwert vielleicht doch auf seinen Geist Einfluss hatte? So etwas hätte der Krieger vor ihr nicht einmal im Delirium zu sagen vermocht!

Irritiert kniff sie die Augen zusammen, legte den Kopf schief und fragte langsam und ungläubig:
Tändelst du etwa gerade mit mir?

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... Aus den Träumen von gestern werden manchmal die Alpträume von morgen...
Friedrich Nowottny
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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2016, 01:07 
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Tä, tä, tä was? N..Nein, na...natürlich nicht. Ich, ich, also, ich würde.

Wie vom Blitz gerührt schoss ihm die Schamesröte ins Gesicht.
Er würde sich nicht erlauben die Sidhe für fleischliche Gelüste zu umwerben. Doch konnte er offensichtlich nicht verbergen, dass sie einen gewissen Zauber auf ihn hatte. Das lag zweifellos an ihrer mystischen Herkunft. So wirken Nymphen nunmal auf Männer. Dann verschlingen sie jene arme Hunde, die ihrem Zauber erliegen. Die einzige Person die einen noch viel stärkeren Zauber auf den Korinther auswirkte war seine Königin. Doch das lag nicht an ihrer Herkunft sondern an seinem Herzen.

Der Atem des Griechen beschleunigte sich merklich. Er fühlte sich zweierlei ertappt. (Verdammt halte Deine Gedanken beisammen, schalt er sich still).
Zu Offenbaren eine Schwäche für Frauen zu haben war nicht besonders tragisch. Es sollte den meisten die ihm nahe standen bereits bekannt sein. Aber die Nyame begehrend zu lieben war ungebührlich. Hatten seine Gedanken ihn jetzt verraten?
Er sah Earainne einige Augenblicke erwartungsvoll an. Dann sammelte er sich wieder.

Das ist doch jetzt nicht von Belangen!
Versuchte er energisch von seine Verlegenheit abzulenken.
Wir haben jetzt ganz andere Probleme. Wenn die Negation oder die Leere, durch dieses Klava-Schwert, ein Teil meiner selbst aus mir herausgeschnitten hat, können sie vielleicht Macht über uns gewinnen. Meinst Du nicht, dass wir uns vielleicht darum zu kümmern haben? Ich glaube nämlich nicht, dass die Pfade Magicas unsere Begegnung zufällig herbeigeführt haben.

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Neches Re süd
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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2016, 21:18 
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Wie ein Räupchen hatte sich die linke Augenbraue Earainnes fast bis zum Haaransatz hochgearbeitet und so musterte sie den Neches'Re eine Weile, ehe sie sich wieder senkte.

Wenn er wirklich die Frechheit besessen hatte, dies zu tun, dann bereute er es jetzt vermutlich, dachte sie sich.
Und andererseits war Tändelei etwas, dass sie eh nicht nachvollziehen konnte. Die innigliche Liebe zwischen zwei Wesen war ihr vollkommen fremd. Einzig eine Art mütterliche Liebe hatte sie jemals empfunden. Zu Lenia. Doch auch wenn sie ihre Tochter nie vergessen würde, so war ihre Trauer nun abgeschlossen. Ebenso verhielt es sich bei den Gefallenen.
Zumal es sie eh irriterte, so etwas empfunden zu haben.
Vermutlich eine der lästigen Nebenwirkungen, sich nicht mehr unter ihrem Hügel zu verbergen, wie in früheren Zeiten.

Innerlich seufzte sie genervt. Gefühle waren etwas wirklich Enervierendes.
Aber immerhin blieb sie von der Liebe verschont und allem, was dem folgte.
Und so verschwendete die Sidhe auch keinen weiteren Gedanken mehr daran.

Allerdings dachte sie über das Gesagte des Korinthers nach.
Ob Magica da selber die Finger im Spiel hatte, wagte sie zu bezweifeln.
Doch sie wusste nur zu gut, dass höhere Wesen Geschichten liebten. Und dies war eine.

Es ist unerheblich, ob dadurch Kontrolle über dich gewonnen werden kann...
begann Earainne bedächtig.
Es ist, zumindest für euch Sterbliche, nicht richtig, dass dein Astralleib so ist, wie er nun ist.
Und so oder so wird es Auswirkungen auf dich haben.
Vielleicht ist es nicht mehr in seinen Ausgangszustand zurück zu bekommen...

dabei dachte sie bekümmert an Tuachals Seele und sah dabei lange Zeit auf ihren mechanischen Daumen.
... doch sollten wir nichts unversucht lassen,
entgegnete sie schließlich etwas lahm.
Bisher hatte sie nie erlebt, dass sich so etwas rückgängig machen ließ.
Nur, dass bei dem Versuch schon Wesenheiten qualvoll verstarben.
Entweder die Betroffenen oder diejenigen, die helfen wollten.
Selbst, wenn eine Linderung möglich war, so hatte es immer eine große Veränderung der Wesenheit zur Folge.
Ihr gefiel dies nicht. Innerhalb kürzester Zeit zweimal, wenn auch nur ähnlich und nicht gleich. Mitraspera war nicht für seine Zufälle bekannt.
Nachdenklich rieb sie sich über die Stirn und betrachtete ihren Gegenüber, ohne ihn wirklich zu sehen.

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Friedrich Nowottny
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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2016, 23:45 
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Nichts unversucht lassen? An was denkst Du da so?
Astralleib, sprichst Du da von meiner Seele?


Verdammte Magie. Der Korinther verstand nichts von diesen Dingen. Warscheinlich fürchtete er deshalb Magische Dinge, er konnte sie nicht Begreifen und schon gar nicht kontrollieren.

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Neches Re süd
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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: Sa 24. Sep 2016, 00:27 
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Earainne kannte solche Fragen.
Und da sie zwei Lehrlinge hatte und immer mal wieder junge Magiebegabte, die nicht wissen, was sie tun, war sie mittlerweile sogar recht gut darin, es für Sterbliche zu erklären.
Doch wie bei jemandem, der Angst vor Magie hat?
Er konnte ja nicht einmal sehen!

Nein, der Astralleib ist nicht deine Seele.
Er bildet deinen Körper ab, auf eine unsichtbare, magische Art und Weise. Und er gibt uns Magiebegabten die Möglichkeit, Körperteile nachwachsen zu lassen.
Hast du schon von dem Schmerz gehört, den Wesen haben, wenn ihnen ein Bein fehlt, sie aber meinen, dass der Fuß juckt?
Das ist der Astralleib, der dies hervorruft.
Der Körper erinnert sich an seine richtige Form.
Manchmal allerdings,

langsam nahm sie den Handschuh an der linken Hand ab, den sie immer trug. Zum Vorschein kam eine Verstümmelung.
Der linke Daumen war komplett zerfetzt gewesen, aber wohl sauber am Stumpf des untersten Gelenkes genäht worden.
manchmal stirbt auch der Astralleib ab oder wird verletzt.
Dann kann man nichts mehr tun, dann bleibt dieser Körperteil für immer unersetzbar.


Die Sidhe zog den Handschuh wieder an und wie durch Zauberhand bewegte sich ihr linker Daumen im Handschuh!

Das ist aber nicht nur ein Weg in eine Richtung.
Das bedeutet auch: Ändert sich der Astralkörper, ändert sich auch der für alle sichtbare, langfristig gesehen.
Du solltest also zu Asklepios beten, dass es bei dir noch nicht zu spät ist.

Eindringlich sah Earainne den Korinther an und hoffte, dass er begreifen würde.

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Friedrich Nowottny
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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: Sa 24. Sep 2016, 21:32 
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Asklepios wird mir hier sicher nicht helfen können.
Ich fürchte ich verstehe jetzt warum auf meiner Brust eine Narbe geblieben ist, obwohl an mir schon viel schwerere Verletzungen geheilt wurden, ohne Narben zu hinterlasen.


Dabei dachte der Grieche an den Verlusst seines Schildarmes, auf dem Feldzug wo er Shanna mit einer List, vom Untot freikaufte.

Worauf warten wir noch?

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Neches Re süd
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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: So 25. Sep 2016, 22:02 
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Wenn es magisch geheilt wird, mag das zutreffen, aber bei einer mundanen Heilung bekommst du so oder so Narben.
entgegnete Earainne.
Dann aber schwieg sie und dachte nach.
Mittlerweile waren bereits mehrere Vögel dabei, den frühen Morgen zu begrüßen. Nebel waberte über die Wiesen - so dicht, dass man kaum 50 Schritt weit blicken konnte.
Es roch nach welkenden Blättern und reifen Äpfeln.
All dies versprach einen schönen Herbsttag.

Die Sidhe schien fertig mit ihren Gedanken zu sein.
Verliere keine Zeit, gehe zu Gariann,
sagte die Traumwächterin langsam,
sie hat ebenfalls die Macht dir zu helfen.
Gehe zu Moirea, sie hat die Erfahrung durch Tuachal.
Und bete darum, dass der Zwist und der Riss im Süden sie Beide dennoch um deinetwillen helfen lässt.
Es könnte sein, dass sie sich bald über den Weg laufen werden.
Vielleicht kann dir sogar Tuachal mit seiner Erfahrung helfen.



Kurz hielt sie inne, ehe sie kryptisch fortfuhr:
Ich muss fort - es gibt etwas, was ich überprüfen muss.
Auf Mitraspera gibt es keine Zufälle!


Mit diesen Worte schritt sie in den Nebel.
Jedoch, bevor sie dieser komplett verhüllte und nur noch ihre Umrisse zu sehen waren, fügte sie lauter hinzu:
Wenn dir mein Rat etwas Wert ist und du als Neches'Re sowohl für die Nyame als auch den Süden das Beste willst, dann hilf Tuachal dabei, seine Provinz zu behalten.
Gariann wird dadurch keine Macht verlieren, sondern den Süden festigen.
Es geht nicht um verzeihen. Es reicht, wenn sie Gnade walten lässt, wenn sie Tuachals handeln für falsch hält.
Denn Gnade kann vor Recht ergehen.
Gnade ist das göttliche Gebot eines Herrschers.

Lass nicht zu, dass es dem Süden wie Karthago ergeht.
Denn das große Karthago führte drei Kriege.
Nach dem ersten war es noch mächtig.

Diesen hatten wir schon, als Creo und die Orks den Süden zumindest teilweise verwüstet verließen, als und weil Gariann Nyame wurde.

Nach dem zweiten war es noch bewohnbar.
Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden.

Lass nicht zu, dass man innerhalb und außerhalb des Südens, innerhalb und außerhalb der Elementtreuen und Verfehmten sagt:
"Et in cetereo censeo Kartaginem esse delendam!"*
Lass nicht zu, dass wir uns im Süden schwächen und die Verfehmten diesen Umstand zu ihrem Wohle ausnutzen!


Und damit verschwand sie im Nebel.

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* Und im Übrigen bin ich dafür, dass Karthago zerstört werden wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Albträume, Ängste und Dämonen
BeitragVerfasst: Mo 26. Sep 2016, 20:43 
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Registriert: Fr 7. Jan 2011, 13:38
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Na Du hast gut reden. Zu einer Einigung oder gar einer Versöhnung gehören immer beide Parteien,dachte sich der Neches Re.
Dann rief er ihr hinterher:
Warte!!! Gehe noch nicht fort! Ich kann meine Herrin doch nicht mit meinen kleinen Wehwehchen behelligen! Was hast Du wirklich gesehen?!?!

Argierios konnte die Sidhe schon längst nicht mehr sehen. Er war sich nicht einmal sicher ob sie überhaupt noch da war.
Vielleicht konnte ihm wirklich nur die mächtigste Zauberweberin dieser Gefilde helfen.
Zögerlich machte er sich auf den Weg zurück in die Stadt und zu seinen Pflichten. Nach einer weile beschloss er seine Herrin nur dann damit zu belästigen wenn er es nicht mehr vor ihr verbergen kann. Sie trägt schon zu viele Sorgen mit sich. Die seinen soll sie nicht auch noch tragen.

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Neches Re süd
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