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 Betreff des Beitrags: Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden,...
BeitragVerfasst: Mi 25. Mai 2016, 16:53 
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Registriert: Do 19. Mai 2011, 09:23
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Zitat:
Zeitpunkt: Frühsommer, Mitte Winnemond
Ort: Auf dem Weg zu den Feldern der Mitray'kor
Status: Geschlossen (Kurzgeschichte)


Die Sonne stand schon eine Weile am Himmel an diesem Morgen, als Lares-Edorian aus dem Zelt beim Orden der Seraphim gekrochen kam. Er hatte keine Eile, sie würden nicht sogleich aufbrechen müssen um sich auf den langen Weg zu den Feldern der Mitray'kor zu machen. Er hatte beschlossen mit Sylvana und dem Orden der Seraphim zu reisen, es gab einfach keinen Grund woanders zu sein in diesen Tagen. Sie wurden oft genug durch ihre Pflichterfüllung getrennt in der Vergangenheit, bis sie in der Holdt ankommen würden, gehörte er alleine den Elementen und ihr. Sein Thul'Heen und seine Nyame konnten warten und er würde ihren Befehlen früh genug wieder Folge leisten.

Einige Stunden später...

Lares-Edorian Feynholdt hielt die Zügel seines Lastentieres fest, welcher seine Ausrüstung trug. Er wirkte abwesend. Ruhigen Schrittes und schweigsam ging er neben Sylvana her, den Blick auf einen Punkt in der Ferne gerichtet.

Der Konvent hatte Lares-Edorian viel Kraft gekostet und die ersten Schritte nach dem Konvent waren ihm schwer gefallen, die Ereignisse, nachfolgende Gespräche, Valena, Arya, geteilte Ansichten, Enttäuschung, Erkenntnisse. Lares-Edorian wirkte grimmig, als er den Blick über die Landschaft schweifen ließ, in Gedanken, während seine Augen nach Landmarken zur Orientierung suchten, er versucht war, seinen Geist in andere Richtungen zu lenken...

Beide schaden sich selbst: Der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet. Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger und Enttäuschung erspart bleiben...

Ein einsamer Weg.

Vielleicht aber der einzige Weg.

Lares-Edorian spürte wie sich etwas um seine Brust klammerte. Er kannte dieses Gefühl, diese Gedanken nur zu gut. Er hatte diesen Weg verlassen wollen, doch schien es gerade in diesen Tagen wieder schwerer geworden zu sein...

So viele Erwartungen, aber auch so viel Hoffnung, welche durch den Zweifel geweckt wurden in den Herzen von Männern und Frauen. War es all das am Ende wert gewesen? Oder sind die Erwartungen zu einem Gebirge angewachsen, dessen Gipfel man gar nicht erreichen konnte? Aber musste man es genau deswegen nicht erst recht versuchen, so lange die Hoffnung am Leben ist und noch nicht gestorben? So lange die Hoffnung lebte, wie klein sie auch erscheinen mochte...

„Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“

Lares-Edorian nickte bei diesem Gedanken und blickte mit Zuversicht und einem Lächeln zu seiner Begleiterin.

_________________
Lares-Edorian Feynholdt, Geliebtes Kind Terras, Mitray'kor der Stärke

"Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft – vielmehr aus unbeugsamen Willen."

(Mahatma Gandhi)

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