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 Betreff des Beitrags: Dieser Tage in Lichtensee
BeitragVerfasst: So 29. Sep 2019, 19:22 
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Registriert: Do 28. Okt 2010, 17:00
Beiträge: 2122
Wann: wenige Tage vor dem BdS2
Wo: Lichtensee
Musik: https://www.youtube.com/watch?v=tpa0uDCHuY8

Einige Tage waren bereits vergangen, dass der Aushang im Süden und darüber hinaus die Runde gemacht hatte. Das Treffen fand wie geplant in Lichtensee statt, doch allen Neuankömmlingen war recht schnell aufgefallen, dass es kein großes, ausschweifendes Fest geben würde, zumindest gab es keinerlei Anzeichen für etwas Derartiges. Einzig die große Halle der Stadt war auf eine größere Zusammenkunft vorbereitet worden, aber auch hier hielten sich Schmuck und aufwändige Dekorationen stark in Grenzen.

Es war Abend geworden und die große Halle Lichtensees hatte sich gut gefüllt und all jene, die keine Plätze zum Sitzen fanden, hatten sich an die Seite gestellt und warteten auf das „Spektakel“, was da nun kommen würde. Sonderlich ausschweifend würde es sicherlich nicht werden, außer alle Attraktionen waren noch irgendwo versteckt. Am Kopf der Tafel saßen Nyame, Neches´Re, Thul´Heen wie auch der Provinzkönig Lichtensees.
Vengard, als Gastgeber, erhob sich und begrüßte die anwesenden Gäste in seiner Provinz und Siedlung. Nachdem er seine kurze Rede beendet hatte, übergab er das Wort an den Thul´Heen des Reiches. Alexij erhob sich ebenfalls von seinem Platz, bevor er zu den Anwesenden sprach. Kurz blickte er zu seiner Frau sowie zur Nyame. Viele waren gekommen, sie würden eine passable Truppe abgeben, sofern sie mitziehen würden...

„Als erstes möchte ich und möchten wir euch allen danken, dass ihr so zahlreich hier erschienen seid und uns dafür entschuldigen, dass wir euch überwiegend im Dunkeln gelassen und euch mehr oder weniger mit falschen Versprechungen hergerufen haben.“ Er ließ dies kurz sacken und in einigen Ecken begann Gemurmel und enttäuschte Gesichter wurden sichtbar.
„Der Grund dafür ist jedoch recht simpel, uns steht eine heikle Mission bevor und wir wollten, dass der Feind so wenig wie möglich im Vorfeld davon mitbekommt, dass wir diese tatsächlich annehmen...heute Abend werden wir ein wenig feiern, gut essen, trinken, lachen und uns des Lebens erfreuen...und morgen...“
Er atmete kurz tief durch und sah entschlossen in die Menge
„Morgen marschieren wir über die Grenze hinaus nach Wegesend, einer kleinen Siedlung unweit der Grenze Neu Balindurs. Es wird daher hier keinen Kriegsrat in dem Sinne geben, sondern einen Kriegszug, auf dem wir mit Sicherheit auch Rat halten müssen.“ Er musterte die Anwesenden.
„Es sei euch allen freigestellt, ob ihr uns dreien...“ Dabei deutete er auf die Neches´Re, sowie die Nyame, „bei diesem Unterfangen zur Seite stehen wollt und uns folgen wollt...schließlich wusstet ihr nicht, was hier auf euch zukommen würde...niemand hat Konsequenzen von unserer Seite aus zu erwarten oder anderen Groll, wenn ihr uns nicht begleitet...im Gegenteil, wir sind über jede Hand und jeden Kopf mehr als froh...für alle, die uns nicht begleiten, ihr könnt noch einige Tage in Lichtensee verweilen, bevor ihr zurück nach Hause reist, das Reich zahlt euch den Aufenthalt und Verpflegung, um euch für eure Aufwendungen zu entschädigen.“ Erneut machte er eine kurze Pause, um das Gesagte wirken zu lassen. „Doch ganz gleich wie ihr euch entscheidet, wir werden marschieren...“, sagte er und dieser Entschluss schien bereits zu stehen.

„Vor einigen Tagen erhielten einige Personen eine Nachricht. Noravelle, Beth, Runia, Shanna und ich.“ Der Ritter hielt den Brief, den ihm der Baron geschrieben hatte, in die Höhe. Vermutlich konnte niemand auf die Entfernung lesen, was darauf geschrieben stand, so konnte man dennoch vier Wappen des Untods zumindest erahnen.
„Die Zeit der Vergeltung sei gekommen, wir werden zum Jahrestag unseres Vergehens erwartet und sollen Rechtfertigung vorbringen sowie Buße für unsere frevelhafte Existenz tun. Baron Hassium von Amon, der Knochenrichter ruft uns...“ Er ließ dies kurz wirken, doch bevor auch nur jemand protestieren konnte, warum man solch einer absurden Aufforderung nachkommen sollte, sprach das Kind Magicas weiter.
„Um ihrer Aufforderung Nachdruck zu verleihen, legten sie ihren Nachrichten noch etwas bei...Finger, die zu klein waren, als dass sie von Erwachsenen stammen konnten. Darüber hinaus halten sie angeblich die Siedler von Wegesend als Geißeln gefangen, um deren Willen wir sie nicht warten lassen und der Aufforderung besser nachkommen sollten. Provinzkönig Vengard bestätigte, dass einige Siedler dort wohnen und man auch schon seit einiger Zeit nichts mehr aus dieser Richtung hörte. Dies ist zwar nicht unbedingt ungewöhnlich, passt allerdings ins Bild.“ Der Ritter ließ den Blick über die Anwesenden schweifen, ob sich die Stimmung geändert hatte. Er legte das Papier wieder auf dem Tisch ab.

„Ein Baron und drei Hedgeloyal, von denen wir wissen, erwarten uns, dazu sicherlich noch einiges an Fußvolk, das sie mitbringen. Wir gehen von mindestens einer Hag aus, die sich um deren Wiederkehr kümmert… Wir sind durchaus im Klaren, dass wir hier in eine potenzielle Falle laufen. Allerdings haben wir keine Wahl...Wir sind es ihnen schuldig, denn sie büßen gerade für unsere Fehler...meine Fehler.“ Er sah kurz zu Shanna.
„Wir hielten es vor einem Jahr für das Richtige, was wir taten, ob es das war oder nicht, werden andere und die Geschichte beurteilen...doch unser Handeln zog Konsequenzen nach sich...Konsequenzen, die nun Unschuldige, völlig Unbeteiligte, Wehrlose, Frauen und Kinder ausbaden müssen und schon mussten...Tat und Gewissen...“
Er schlug mit der Faust auf den Tisch „Ich sage, lasst es eine Falle sein...denn ich bin nicht willens, diese Siedler im Stich zu lassen...ich habe vor einem Jahr versagt, was den Schutz jener Streiter aus Pallas Kronion anging...Ihr Blut klebt an meinen Händen...auch wenn ich sie nicht getötet habe, so habe ich sie im Stich gelassen...DAS wird sich hier nicht wiederholen...ich...wir werden versuchen, unsere Siedler zu retten und ich hoffe, dass uns viele von euch begleiten werden. Denn ich sehe hier viele Veteranen, kampferprobte Streiter der Elemente und als Einheit mit einem Ziel können und werden wir diese untoten Adeligen in den Staub treten...“
Er straffte sich etwas. „Sicher könnten wir einfach mit dem Heer der vierten Provinz aufmarschieren und die Untoten zerquetschen, ebenso könnten wir andere schicken...doch wir fürchten, dass wir dadurch das Schicksal der Siedler verwirken und besiegeln, wenn wir eine zu große Streitmacht ins Feld führen oder nicht selbst erscheinen...möglicherweise lebt dort niemand mehr, doch dies will ich nicht glauben!“
Kurz fiel sein Blick auf sein Freundschaftssymbol und er grinste leicht.
„Der Knochenrichter weiß nicht. was er sich eingeladen hat, und er wird es bereuen und verdammen, wenn wir mit ihm in Wegesend fertig sind. Daher fragen wir euch...“ Er ließ den Blick über die Anwesenden schweifen. „Wer wird uns zur Seite stehen, die Einwohner Wegesends befreien und den untoten Abschaum zerschlagen...wer zieht mit uns!“

_________________
"Frieden ist das edelste aller Ziele
doch nur wer willens ist für ihn zu kämpfen
kann ihn bewahren.“
Thul´Heen des Südens
Süd-Orga
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