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 Betreff des Beitrags: Brief an ihre Heiligkeit
BeitragVerfasst: Mi 11. Mai 2016, 12:04 
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Registriert: Do 28. Okt 2010, 17:07
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Greifenfels, 11. Tag des 5. Mondes im Jahre 15 n.d.E.

Eure Heiligkeit

In einem Gespräch auf dem Konvent zu Holzbrück habe ich Euch vom "Weg der Konsequenz", dem Weg zwischen Rache und Vergessen erzählt und Euch auch versprochen, eurer Heiligkeit die vor einiger Zeit aufgeschriebenen Gedanken zukommen zu lassen. Dieser Bitte will ich nun nachkommen. Diesem Brief beigelegt ist eine Abschrift des Textes, wie ich ihn damals verfasst, aber nie veröffentlicht habe. Der Text selbst nimmt starken Bezug auf die Ereignissen um Tin Naral. Der "Weg der Konsequenz" allerdings ist ein universeller, nicht ereignisbezogener Weg. Ich habe mich dennoch entschlossen, Euch den Text unverändert zukommen zu lassen, um Euch auch den Kontext seiner Entstehung nicht vor zu enthalten.

Mögen die Winde mit Euch sein und Aeris zwischen Euch und Euren Feinden!

Für Aeris, das Reich und die Pflicht,
Ecthelias

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Grenfelfels, 01 Tag des 3. Mondes im Jahre 15 n.d.E.

Es ist nun schon etwas länger her, seit die Städte der Naldar im Gebiet des westlichen Siegel durch Invasion, Raub und Branschatzung in Flammen standen, tausende ihr Leben verloren und viele Naldar - wie auch das Volk als Ganzes - an Körper und Seele gezeichnet wurden. Und immer noch werde ich hin und wieder im Bezug auf meine kompromisslose Haltung den Invasoren gegenüber kritisiert und es wird mir vorgeworfen, ich würde den Pfad der Rache beschreiten.
Um die Vorwürfe zu entkräften bzw. eine andere Sichtweise auf zu zeigen, ist es mir daher ein Anliegen, meinen eigenen Weg - ich nenne ihn den "Weg der Konsequenz" - zu skizzieren.

Der Weg der Konsequenz beruht auf drei Säulen:

Ich vergesse nicht!
Vergessen ist ein Aspekt der Leere! Auch wenn es manchmal schmerzhaft ist, sich an schreckliche Ereignisse zu erinnern, so ist es doch auch wichtig, weil es uns zu dem macht, was wir sind! Auch wenn ich jede Nacht die Flammen von Tin Naral sehe und die Schreie der Verwundeten und sterbenden noch Stunden nach dem Aufwachen höre, so will ich dies dennoch nie vergessen oder aus meiner Erinnerung tilgen, weil es Teil meiner Selbst wurde, weil diese Erinnerung ein Teil von mir geworden ist. Nie, nie werde ich einen Teil von mir freiwillig der Leere überlassen!

Vergebung ist individuell!
Vergebung ist - im Gegensatz zu Vergessen - möglich! Aber Vergebung ist etwas individuelles und setzt ein Schuldeingeständnis voraus. Ich kann jemandem vergeben, der seine Taten - auch schwerwiegende Taten - bereut und mich um Vergebung bittet! Einer ganzen Horde von Brandschatzenden Invasoren zu vergeben, die sich auch keinerlei Schuld bewusst sind und arrogant auf der noch warmen Asche stehend Anerkennung für ihr auf Feuer, Blut und Tränen aufgebautes Reich fordern, ist mir hingegen nicht möglich!

Actio - Reactio!
Einer Aktion hat eine der Situation und den Umständen entsprechende Reaktion zu folgen! Dabei geht es nicht um blinde Rache oder darum, gleiches mit gleichem zu vergelten. Im Angesicht von so viel Zerstörung, Leid und Tod Gleichgültig zu sein, ist für mich aber in keiner Art und Weise eine angemessene Reaktion. Wenn man schon nicht zum Schwert greifen kann oder darf, um die Invasoren aus dem unrechtmässig besetzten Gebiet zu vertreiben, so kann man es zumindest verbal in aller Deutlichkeit verurteilen!

Dies ist der "Weg der Konsquenz" und als Konsequenz dessen, was geschah, anerkenne ich weder den Anspruch der brandschatzenden Invasoren auf dieses Land, noch ihr sogenanntes "Reich Hathra". Ich sehe in ihnen das was sie sind: Mordbrennende Invasoren! Meine Handlungen gegen diese Bande und ihre Vertreter sind nicht als Rache, sondern in Anbetracht vergangener Ereignisse als konsequente Handlungen zu verstehen!

Für Aeris, das Reich und die Pflicht! Glanz und Glorie, Goldnes Reich!

Ecthelias, Freiherr von Nanduhirion

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_________________
Freiherr von Nanduhirion (dritte Provinz)
Markgraf von Neu Falden
Protektor der weissen Stadt
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